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2017-11-04 Eine Saulache Runde

Samstag der 04.11.2017

Heute war ein Tag, wo ich beim Aufstehen schon mit mir nicht zufrieden war. Ein Tag der mir ein Moralisches durcheinander bescherte. An so einem Tag ist es am Besten, ich verzieh mich in die Natur, um eine Runde allein in der Natur zu drehen. Zum Abschalten und mich wieder zu sammeln.

Also ab ins Auto und nach Thalhofen gefahren. Gleich nach der Abzweigung in Richtung Görisried, auf der Engratsrieder Straße, kurz vor dem Tierheim, biegt ein geteerter Feldweg nach links ab. Hier habe ich geparkt um meine Runde um die Saulache zu beginnen.

 

Hier eine Ansicht auf der historischen Karte von 1957.

 

 Hier beginnt meine Runde und es geht immer geradeaus den Feldweg entlang.

Wenn man nach links durch die Bäume nach unten Blick, kann man die ruhig dahin fließende Wertach sehen.

Bis zu dieser Weggabelung, hier folge ich dem linken Weg etwas Berg ab. Auf dem rechten Weg werde ich wieder zurück kommen.

 Nun geht es leicht bergab. Unten befinde ich mich dann auf dem Höhenniveau der Wertach.

 

 Und schon wieder hat ein Umweltsünder seinen Müllsack einfach in einem Graben in der freien Natur entsorgt. Das Abfallproblem in unserer Natur wird immer größer. Aber das Umweltbewusstsein vieler Mitmenschen scheint nicht vorhanden zu sein. Wenn ich allen Abfall auf meiner Runde einsammeln würde, ich hätte bestimmt 1 m³. Das ist auch so ein Punkt, der meine heutige Moralische Stimmung belastet. Ich will aber jetzt nicht behaupten ein Heiliger oder Lehrer zu sein. Nein, aber manche Sachen schlagen mir einfach aufs Gemüt. Und dies ist so eine.

 Beim Blick nach rechts auf die kleine Anhöhe mit Bäumen, kommen die Herbstfarben mit ihren braunen Blätter zu Geltung. Meine Stimmung bessert sich wieder etwas.

 Ab hier ist der weitere Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt. Nur noch Land- und Forstwirtschaft ist ab jetzt erlaubt.

 Auf der rechten Seite der Wiese, befindet sich dieses hübsche Bienenhaus. Ob die Bienen schon Ihre Winterpause eingelegt haben, oder doch noch Aktiv herum schwirren?

 Hier hat der Landwirt aus einem alten Anhänger, vermutlich ein alter Mistbreiter, und dem alten Milchtank eines Milchlasters sich ein Wasserfass für seine Tiere gebaut. Eine sinnvolle Weiterverwertung für beides.

 Unter einem imposanten Himmel folge ich dem Weg weiter durch die Wiesenlandschaft.

 Die ganze Zeit habe ich schon bemerkt, dass hier die Wasserleitung neben des Weges entlang führt. Ich vermute das dies die Trinkwasserleitung von der Pumpstation Engratsried nach Thalhofen ist.

 Auf der anderen Seite der Wertach entdecke ich diese beiden alten Wohnmobile. Das hat wieder meine Neugierde angeregt und ich beschließe nach meiner Runde noch einen Abstecher zu diesen Wohnmobilen zu machen. Also später mehr.

 Jetzt erst einmal weiter des Weges.

 Als nächstes komme ich an diesem alten Feldstadel vorbei. So wie der zugewachsen ist, scheint er schon etwas länger nicht mehr benutzt worden zu sein. Da am Tor ein Brett fehlt, werfe ich einen Blick in den Stadel. Ein kleiner alter LKW-Anhänger mit Planenaufbau, sowie alte Landwirtschaftliche Gerät sind darin gelagert.

 

 In dem Gebüsch um den alten Feldstadel haben sich vom Winde verwehte Folienreste verfangen.

 

 Im weiteren Verlauf des Weges, geht es nun an relativ frisch abgekippten, schon etwas länger verwesenden Mistes vorbei. Der wurde wahrscheinlich vom Bauernhof vor kurzem hier her gefahren.

 

 Links von mir fließt die Wertach gemütlich dahin.

 

 Sind das nicht schöne Blüten, die hier das Schilf an der Wertach hat. Mein Gemütszustand hellt sich weiter auf.

 

 Selbst hier in das Schilf, wurde Müll geweht. In diesem Fall sind es Styrophorplatten Teile. Ja Müll liegt überall herum, hergeweht oder einfach weggeworfen. Müllplatz Natur!

 

 Gleich daneben steht dieser schöne Jägerstand. Der Jäger hat von dort oben sicher einen guten Blick auf die Saulache.

 

 Rechts, von der Wiese befindet sich dieser Hain mit Feldstadel.

 

 Nun endet der Feldweg. Ab jetzt geht es rechts des Stacheldraht Zaunes immer den Traktorspuren entlang über die Wiese.

 

 Immer weiter den Traktorspuren folgend erreiche ich diesen Hain mit frisch geschlagenen Bäumen und klein gemachten, zum abtransport gelagerten Baumstämmen.

 

 Rechts oberhalb des Hain entdecke ich die gelbe Markierung der dort verlegten Erdgasleitung nach Kempten. Im Bild vor dem Feldstadel.

 Im Hain selbst hat es beim letzten Sturm wohl diese alte Fichte erwischt, und auf halber Höhe einfach abgeknickt.

 Hier finde ich einen idealen Platz, um auf den gestapelten Baumstämmen eine kleine Pause einzulegen. Hier schaue ich jetzt nach was es neues auf Facebook und WhatUp gibt. Auch die Email werden noch gecheckt bevor es weitergeht.

 Die gestapelten Baumstämme sind alle mit beschädigter Rinde. Ich bin da kein Fachmann. Waren das Borkenkäfer oder auch Buchdrucker genannt? Oder sonstige Schädlinge?

 Nun führt mein weiterer Weg durch den Hain. Frische Traktorspuren weisen auf aktive Waldarbeiten hin. Heute ist jedoch keiner zu sehen.

 

 Links des Weges befindet sich in diesem Hain ein kleines Rinnsal. Ein Bach der dort entspringt, um dann nach 100 Metern wieder im Erdreich zu versickern.

 Das letzte Stück durch den Hain, geht es Querfeldein zur Wiese hoch.

 Ober komme ich an dem zuvor von unten schon gesichteten gelben Markierungspunkt (Stange) der Erdgasleitung an.

 Von hier hat man einen tollen Blick auf die Teermischanlage der Firma Xaver Schmid, oder heißt das jetzt Hubert Schmid?

 Nun folge ich wieder leicht bergauf den Traktorspuren über die Wiese.

 

 Noch ein kurzes Stück über die Wiese. Vor dem Feldstadel muß der nächste Feldweg kommen.

 

 Mit dem Zoom des Fotoapparates den Stadel schon mal etwas näher geholt. Sauber aufgeräumt stapelt der Landwirt hier seine gelagerten Sachen. Auch die Egge sauber an der Stadelwand befestigt.

 

 An dem Feldweg angekommen. Nach rechts geht es zurück zum Parkplatz. Ich will aber noch den kurzen Abstecher bis zur OAL7 machen um dann wieder hierher zurück zu kommen, und zum Parkplatz zu laufen.

 

 Also nach links abgebogen und auf den Stadel zugelaufen.

 

 Dem Weg weiter folgend immer auf die OAL7 zu.

 

 Mit dem Zoom des Fotoapparates die in etwas Entfernung, die grasenden Schumpen etwas näher geholt.

 

 So, die OAL7 ist erreicht. Wie fast immer herrscht hier reger Verkehr.

 Ein paar Minuten gewartet, bis endlich einmal kein Auto mehr im Bild war, um die OAL7 in Blickrichtung Engratsried zu fotografieren. Das Maisfeld links im Bild ist auch schon wieder umgepflügt.

 

 Nun laufe ich zurück bis zu dem vorher schon erreichten Misthaufen, als ich auf den Traktorspuren aus der Wiese kam.

 

 Nach dem Misthaufen wird der Weg immer schlechter. Es geht immer geradeaus weiter bis zum abgeernteten Maisfeld.

 Hier habe ich einen tollen Blick auf Thalhofen und über Thalhofen hinweg zur Buchel mit der Wendelinskapelle. Die Windräder im Hintergrund, denke ich, müssten die von Bidingen sein.

 Kaum Sichtbar verläuft der aufgelassene Feldweg in der rechten Bildseite über die Wiese, direkt auf das abgeerntete Maisfeld zu.

 Nochmal ein toller Blick auf die Buchel und den Schibichel, oder wie es richtig heißt, Luitpoldhöhe.

 Auch zwei Kolkraben suchen noch nach etwas fressbarem. Leider waren sie zuweit auseinander, um beide auf ein Bild zu bringen.

 Auf dem abgeernten Maisfeld liegen einige Maiskolben am Boden.

 So nun heißt es immer links am Maisfeld entlang zu laufen.

 Und weiter am Maisfeld entlang.

 Am Ende des Maisfeldes liegen diese alten gepressten Heuballen.

 

 Aber diese Heuballen sind nicht mehr als Futter zu verwenden. Mehrfach sind sie beschädigt und aufgeplatzt. Nur noch als Kompost zu gebrauchen. Auch wächst aus ihnen bereits neuer Löwenzahn.

 

 

 

 Ab hier ist der Weg wieder deutlicher zu erkennen. Auch bis zum geparkten Auto ist es nun nicht mehr weit.

 

 Das Gülle (Bschütte) ausbringen mit einem großen Traktor hat auf dieser Wiese seine Spuren hinterlassen.

 Nun bin ich wieder kurz vor der Abzweigung, an der ich am Beginn meiner Runde links den Hügel hinunter gegangen bin. Jetzt aber geht es wieder links zum Parkenden Auto zurück.

 B472 und OAL7 fast wieder erreicht. Nur noch ein paar Meter bis zum geparkten Auto.

 

 Parkplatz erreicht. Nun geht es weiter, um meine Neugier zu befriedigen, zu den beiden alten Wohnmobilen. Dazu fahre ich ein kurzes Stück mit dem Auto. In Thalhofen biege ich rechts ab, auf den Weg zur Gaststätte Dardania Grill. An diesem vorbei weiter, bis zur Ausfahrt an der OAL23 von Thalhofen nach Leuterschach.

 

 Dort parke ich mein Auto erneut um auf dem Trampelpfad rechts weiter zu laufen.

 

 Immer dem Trampelpfad weiter folgend bis zur Abzweigung nach Fechsen.

 

 Hier jedoch biege ich auf den nach recht abwärts führenden Feldweg ab und folge diesem.

 

 Langsam geht es nun wieder bis zur Wertach abwärts.

 

 Kurz bevor ich unten bin, sehe die alten Wohnmobile bei diesem Feldstadel stehen.

 

 In diesem Moment kommt auch der Bauer mit Anhang mit zwei Traktoren angefahren. Einer der beiden ist ein fast fertig restaurierter Schlüter 1250 VL. Leider gibts diese Firma auch nicht mehr. Dafür waren das für die damalige Zeit schon riesige Traktoren. Ihrer Zeit schon weit voraus. Dieser Traktor Typ wurde von 1972 bis 1991 gebaut. Es war ein Ackerschlepper.

 

 Der zweite Traktor ist ein Eicher, ich denke es müßte ein EM 200 Tiger sein. Der wurde von 1958 bis 1968 gebaut. Es war ebenfalls ein Ackerschlepper.

 

 Der Eicher von hinten. Mit diesem Schlepper hat der Bauer dünne Ästchen angeliefert.

 

 So, nun aber zum Objekt meiner Neugierde. Den beiden alten Wohnmobilen. Hier ein VW LT28 als Wohnmobil. Bauzeit von 1975 bis 2006. Ich würde schätzen dass dieser Ende 80er oder Anfang 90er Jahre ist.

 

 Der zweite ist ein VW LT35 als Wohnmobil. Gleiche Bauzeit 1975 bis 2006. Geschätzt das Gleiche Alter wie der LT28.

 

 Die beiden haben hier einen idealen Standort gefunden, ihren eigen kleinen privaten Campingplatz, an diesem abgelegenen Feldstadel.

 

 Nach dem nun meine Neugier befriedigt wurde, stapfe ich den Hügel hoch, um zurück zum geparkten Auto zu kommen. Herbstliche Farben in der Natur, ist das nicht schön.

 

 Zurück, wieder an der Abzweigung nach Fechsen.

 

 Noch das kurze Stück Trampelpfad entlang, bis zum Parkplatz.

 

 In diesem Moment schiebt sich der Zug von Marktoberdorf nach Füssen vorbei. Vermutlich eine Lok der Baureihe 218 von Krauss Maffei.

 

 Zurück am Parkplatz. Meine Moralischen Stimmungsschwanken sind verflogen. So eine Runde in der freien Natur tun einfach gut.

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